Rund um die K. Schweizer AG

Entscheidungen treffen

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Entscheidungen treffen ist keine leichte Sache! Lehre oder Hochschule? Was mit Medien oder etwas Technisches? Montage-Elektriker oder Telematikerin? Damit es Ihnen nicht so ergeht wie dem armen Esel, haben wir 8 Tipps, die Ihnen dabei helfen können, sich zu entscheiden.

8 Tipps, wie Sie richtig gute Entscheidungen treffen können

Wir bei der K. Schweizer AG streben nach einer verantwortungs- und vertrauensvollen Mitarbeitendenführung. Unseren Mitarbeitenden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen ist uns wichtig – egal ob beruflich oder persönlich. Eine Aufgabe, die uns allen oft den Schlaf raubt, ist, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Entscheidungen treffen ist der Grundpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben und tut der Seele gut. Während es für die meisten im Alltag wohl keine grosse Sache ist, über Kleinigkeiten und Banalitäten zu befinden, tun wir uns bei grossen, wichtigen Entscheidungen schwer damit, den richtigen Entschluss zu fassen und mit Entschlossenheit voranzugehen. Lehre oder Hochschule? Was mit Medien oder etwas Technisches? Montage-Elektriker oder Telematikerin? Es scheint, es gibt zu viele Optionen, zu viel Ungewissheit über die Konsequenzen und manches Mal auch zu viele Menschen, die uns Ratgeber sein möchten. Also was tun?

«Ein Esel stand vor zwei Heuballen und musste sich entscheiden, welchen er nun fressen wollte. Da sie gleich gross waren und beide herrlich dufteten, verging Tag um Tag und er konnte sich einfach nicht entscheiden – bis er schlussendlich verhungerte.»

Voraussetzungen für gute Entscheidungen

Je wichtiger eine Entscheidung ist, desto gewissenhafter sollten wir sie treffen. Die folgenden Rahmenbedingungen sind eine Grundvoraussetzung dafür:

1. Ruhe

Lassen wir uns Zeit. Unter Stress und Zeitdruck könnten wichtige Informationen und Erfahrungen ausser Acht geraten und Fehlentscheidungen getroffen werden. Der Ratschlag, mal «eine Nacht darüber zu schlafen», hat seine Berechtigung: Wichtige Entscheidungen sollten wir in Ruhe überdenken.

2. Verstand und Intuition

Die besten Entscheidungen treffen wir, wenn wir sowohl unseren Kopf nach Fakten als auch unseren Bauch nach Gefühlen abfragen. Wenn wir die beiden in Einklang bringen können, sind wir auf dem richtigen Weg.

3. Fokus

Reduzieren wir den Entscheidungshorizont auf das Wesentliche. Natürlich können unzählige Konsequenzen aus einem Ja oder Nein entstehen. Man kann sich leicht darin verlieren. Je weniger Kriterien wir in eine Entscheidung einbeziehen, desto leichter wird sie zu treffen sein.

«Je wichtiger eine Entscheidung ist, desto gewissenhafter sollten wir sie treffen.»
Daniel Schepperle, Geschäftsführer

4. Unsicherheit

Diesen Zahn müssen wir uns ziehen: Es ist nahezu unmöglich, eine durchdachte Entscheidung zu treffen und gleichzeitig jeden Zweifel auszuräumen. Ein Restzweifel wird immer bleiben. Es ist in Ordnung, diesen zu akzeptieren. Nur so können wir blockierende Endlosschleifen im Kopf verhindern und Unsicherheit vermeiden.

5. Mut

Alles auf eine Karte setzen, fällt nicht leicht. Wir Menschen neigen zu Entscheidungen, die zu unseren Lebensgewohnheiten passen. Neuland betreten ist mit Unbehagen und Angst verbunden. Seien wir dennoch mutig und treffen auch mal Entscheidungen, für die wir unsere Komfortzone verlassen müssen.

6. Perspektivenwechsel

Verleihen wir uns einfach mal Flügel und betrachten alle Alternativen aus der Vogelperspektive. Aus einer gewissen Höhe lassen sich leichter Pfade erkennen, die für uns richtig sind.

7. Termin

Setzen wir uns selbst ein Ultimatum – ein festes Datum, bis wann ein Entschluss gefasst sein muss. So verhindern wir den Zustand der Grübelei, die Kreise zieht, aber nie ans Ziel kommt, noch rechtzeitig.

8. Alternativen

Nur wenige Entscheidungen sind unabänderlich. Falls wir doch einmal eine Entscheidung im Nachhinein bereuen, können wir uns durchaus auch wieder neu entscheiden. Einen Plan B schon in der Tasche zu haben, ist eine ausgezeichnete Idee.

Kein Rezept für gute Entscheidungen

Wir müssen Sie leider enttäuschen, es gibt kein Universalrezept. Wichtige Entscheidungen sind viel zu komplex und die Menschen sind zu individuell, um eine allgemeingültige Lösung aus der Schublade zu ziehen. Wenn Sie ein Entscheidungsmuffel sind, können Sie sich mit zwei Fakten trösten: Einmal können Sie trainieren, sich leichter und schneller zu entscheiden. Treffen Sie Entscheidungen von nun an bewusster (auch Routine-Entscheidungen). Und dann sollten Sie sich immer vor Augen halten, dass getroffene Entscheidungen (gute wie weniger optimale) eine grosse Kraft haben und Ihnen vor allem neue Möglichkeiten eröffnen. Denn sind Entscheidungen erst einmal getroffen, ist der Weg frei, sich schlussendlich stärker auf das Ziel zu konzentrieren.

Autor

Daniel Schepperle, Geschäftsleitung
+41 61 699 37 37
daniel.schepperle@ksag.ch

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